1934 - 1936 Bau der Strecke bei Gefrees

Auch bei Gefrees schritten die Vermessungsarbeiten im Jahre 1934 zügig voran. Auch hier konnte im Sommer des selben Jahres mit dem Bau der Stecke begonnen werden.

Um den Bau der Strecke schnellstmöglich beginnen zu können mussten die Eigentümer die benötigten Grundstücke dem Staat abtreten und wurden verpflichtet den Kaufpreis zwei Jahre lang zu stunden.

Nur an den Wegerechten wurde in dieser Zeit nichts verändert. Hierzu wurden extra entlang der Strecke immer wieder Durchgänge oder Überführungen angelegt.

Auch bei Falls wude Baulager eingerichtet. Dieses war aber wie all die Anderen eher primitiv eingerichtet, in der Propaganda hieß dies "in dem sich auch der verwöhnteste Mensch nach der Arbeit wohlfühlen " könne. Als "Musterlager" wurde so ein Lager schon bezeichnet wenn es neben einem Bad schon ein Radio gab.
Soweit bekannt ist gab es anfänglich auch kleinere Streiks und immer wieder Beschwerden über diese Unterkünfte.

Die Arbeitsbedingungen für einen Arbeiter waren alles andere als leicht. Arbeitete er doch in der Regel 10 Stunden am Tag, unterbrochen durch zwei Pausen von jeweils 30 Minuten und das an sechs Tagen in der Woche.

Die Verpflegung war relativ einfach, meist Brot, Wurst oder Fleisch, Butter, Marmelade und zum Mittag meist eine Suppe.
Von einem durchschnittlichen Wochenlohn von 17 RM waren täglich 1,25 RM für Verpflegung zu entrichten, am Sonntag 1,65 RM.

Dazu kamen noch die Kosten für Arbeitskleidung und oft Abzüge vom Lohn wie "Spenden für das Hilfswerk". Diese wurden einfach ohne Einverständniss des jeweiligen Arbeiter einbehalten.

Trotz aller Widrigkeiten kann innerhalb von zwei Jahren fast ohne längere Unterbrechungen dieser 5 km lange Autobahnabschnitt zwischen dem heutigen Parkplatz Streitau bis auf Höhe des kleinen Dorfes Rohrersreuth pünktlich fertiggestellt werden.

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