A8 München Ramersdorf - Landesgrenze zu Österreich




Wie in der Ortschronik von Taufkirchen zu lesen ist begannen die Arbeiten an der Strecke München - Salzburg im Herbst 1933. Hier wurden bereits erste Erdarbeiten durchgeführt.
Erst am 21.03.1934 wurde von Adolf Hitler bei Unterhaching der erste Spatenstich in einer pompösen Feier vollzogen. Zeitgleich begannen auch die Arbeiten an der Strecke Dresden - Meerane.


Sie galt als zweites großes Reichsautobahnprojekt neben der Strecke Frankfurt/Main - Darmstadt - Heidelberg deren Baubeginn bereits im September 1933 ebenfalls propagandawirksam im ganzen Deutschen Reich in Szene gesetzt wurde.


Die Strecke sollte das Alpenvorland mit München touristisch erschließen und durch zahlreiche neue Straßenverbindungen die Verkehrssituation im östlichen Oberbayern deutlich verbessern. Die Planungen sahen vor sie in einem neuen, modernen und schlichten Baustil auszuführen, sämtliche Bauwerke hatten nur aus Beton und Stahl zu bestehen und konnten daher günstig und schnell gebaut werden.



Bereits ab 29.06.1935 konnte der erste Abschnitt zwischen München - Ramersdorf und der AS Holzkirchen befahren werden. Anfang Jannuar 1936 war dann die Strecke bis Weyarn, ab Mai bis Achenmühle und ab Mitte August 1936 bis Siegsdorf für dem Verkehr freigegeben. Hier sollte zukünftig die Deutsche Alpenstraße abzweigen. Daher prognostizierte man ab hier eine geringere Verkehrsbelastung bis zur AS Bad Reichenhall. Dadurch konnten Kuvenradien enger geplant werden und die Fahrbahnen wurden im sogenannten Sparquerschnitt hergestellt. Hierbei wurde auf dem breiten Mittelstreifen verzichtet und die Fahrbahnen schmaler ausgeführt. An einen Weiterbau Richtung Österreich wurde hier bei den Planungen noch nicht gedacht, dieser Abschnitt konnte dann ab 1937 befahren werden.


Noch im Jahr 1937 beginnen die Planungen die Strecke weiter nach Österreich zu bauen. Mit der Annexion Österreichs zum Deutschen Reich 1938 werden diese Pläne sofort mit der Weiterführung der Strecke nach Wien und Richtung Tauern in die Tat umgesetzt und ab 1941 ist nun auch Salzburg direkt an das Reichsautobahnnetz angeschlossen.


1938 folgen erste Pläne für die Reichsautobahn Haag - Rosenheim - Kufstein - Innsbruck - Brenner.
Bauleistungen werden in diesem Bereich nicht mehr begonnen. Nach dem Krieg wird die ursprüngliche Linienführung der Strecke Rosenheim - Kufstein - Innsbruck oberhalb des südlichen Inntals aufgegeben und in Innnähe verlegt um somit die Verkehrsanbindung Tirols deutlich zu verbessern. Die Ursprungsplanungen sahen hier eher eine Durchgangsautobahn ohne Anschlüsse vor.


Zum Kriegsende werden an der Strecke folgende Bauwerke gesprengt:


Saalachbrücke, der Wiederaufbau wird ab 1945 geplant und es wird eine Behelfsbrücke gebaut, 1949 werden die zerstörten Überbauten gehoben. Ab 1950 kann die Brücke wieder befahren werden.


Loithalbrücke, eine Umgehungsstraße wird noch 1945 gebaut, der Wiederaufbau beginnt 1948 mit der Wiederherstellung der Pfeiler, 1957 kann sie wieder für den Verkehr freigegeben werden.


Die Brücke über die Tiroler Achen wird durch eine Sprengung stark beschädigt. Ende der 1990er Jahre wird sie durch einen Neubau ersetzt.


Innbrücke bei Pfraundorf wird durch Kriegshandlungen beschädigt.


Die Mangfallbrücke wird vollständig zerstört





 

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